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Proffurthi's spezieller Dank geht an dieser Stelle an Michael Mayer, der sich für den Inhalt dieser Seite besonders ins Zeug gelegt hat. Vielen Dank für alle Antworten auf die Fragen, die sich manch einer nicht zu fragen traut! Wer kriegt da nicht Lust, das mit dem Golfen auch mal auszuprobieren? :-) Michael ist von Beruf Pastor und Golfen scheint ähnlich wie Fischen eine idealer Freizeitbeschäftigung zum Ausgleich zu sein!

Über weitere Photos zum Thema Golfen freut sich Proffurthi.de jederzeit! Einfach emailen an redaktion@proffurthi.de






























































Golfen - ein Traumsport

Bei diesem Sport kommen viele schöne Dinge zusammen: Frische Luft, schöne Landschaft, Bewegung, eine wohltuende Mischung aus Konzentration und Relaxen; Man lernt nette Leute kennen (bei welchem Sport hat man schon so viel Zeit zum miteinander reden :) und unterschiedliche Generationen spielen miteinander. Etwas ganz Besonderes ist zudem das Bewertungssystem, das die unterschiedlichen Spielstärken der Einzelnen miteinander auf die gleiche Ebene stellt. So kann ein schwächerer Spieler, der seine bisherige Spielstärke in einem Turnier verbessert eine bessere Platzierung erreichen als eine stärkere Spielerin, die zwar objektiv weniger Schläge gebraucht hat, aber durch eine schwerere "Vorgabe" sich nicht verbessern konnte. Aus diesem Grund wurde es mir möglich, bei den drei Turnieren, die ich bisher gespielt habe, jedes Mal unter die besten drei zu kommen :. Doch eins nach dem anderen.


Golfen - wie und wo anfangen?

Entweder man kennt jemanden, der/die einen mal mit auf die Übungsanlage ("driving range") schleppt oder man besucht einen Schnupperkurs für Golfeinsteiger. Hierbei werden Golfschläger zur Verfügung gestellt. Interessanterweise ist vielen nach einem solchen Einstieg entweder die Lust vergangen (wie z.B. meiner Frau 9) oder man hat Feuer gefangen (wie ich z.B. :).


Wer darf auf Golfplätzen spielen?

Um auf einem Golfplatz die regulären Spielbahnen spielen zu dürfen ("Löcher" 1-18) - nicht zu verwechseln mit der Übungsanlage (driving range) - bedarf es einer sogenannten "Platzerlaubnis". Eine gewisse Spielqualität ist deshalb erforderlich, um die 18 Löcher innerhalb einer bestimmten Zeit bewältigen zu können. Eine solche Platzerlaubnis kann nur mit Hilfe eines Golflehrers absolviert werden. Wenn man sich beispielsweise das Golfspielen - wie ich - auf der driving range mit Hilfe eines Bruders beigebracht hat, dann muss man für die Platzerlaubnis zu einem Golflehrer gehen. Dieser schaut einem auf der driving range mal zu und geht dann mit einem auf den Golfplatz. Dort sind neun Löcher zu spielen. Hierbei darf man eine gewisse Anzahl an Golfschlägen nicht überschreiten. Zusätzlich sind zwei Regelkurse zu belegen, in denen man die theoretischen Grundlagen des Golfspielens abschließend in einer kleinen Prüfung unter Beweis stellen muss. Und schon ist man im Besitz einer Platzerlaubnis. Mit dieser darf man (nur) auf allen "öffentlichen" Golfplätzen spielen (davon gibt es in unserem Land schon ca. 270). Wichtig: man muss also nicht Mitglied eines Golfclubs werden. Wenn man doch Mitglied wird, dann darf man auf allen Plätzen Deutschlands (und den allermeisten im Ausland) spielen.


Ist Golfen nur für Reiche?

Das war einmal. Golf ist in den letzten zehn Jahren in Deutschland zu einem Breitensport geworden. Für Jugendliche ist ein regelmäßiges Training - einschließlich Vereinsmitgliedschaft! - sehr günstig. Aber auch für alle anderen gibt es mittlerweile viele preisgünstige Möglichkeiten, diesen Sport in Deutschland auszuüben, da man kein Mitglied eines Golfclubs werden muss. Ohne Mitgliedschaft ist für jedes Spielen ein sog. "Greenfee" zu zahlen. Das schwankt zw. 10,- für 9 Löcher an Werktagen auf einem einfachen Platz bis 80,- für 18 Löcher am Wochenende auf einem Spitzenplatz. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es sinnvoll ist, zunächst ruhig die einfachen - und damit die günstigeren - zu spielen. Das reicht vollauf :. Zieht es einen doch zu einer Mitgliedschaft, zahlt man einen Jahresbeitrag (dieser ist allerdings oft sehr hoch: oft 1.200 - über 2.000 Euro). Dazu kommt noch der eine oder andere finanzielle "Beteiligung". Vorteil: Man kann uneingeschränkt oft auf diesem Golfplatz spielen.


Sind Golfschläger nicht sehr teuer?

Keineswegs. Diesbezüglich kann Golf einige andere Sportarten wie Skifahren etc. in den Schatten stellen. Ich selber habe für meinen Golfschlägersatz einschließlich Tasche ca. 200,- Euro ausgegeben. Damit spiele ich schon sechs Jahre. Ich habe mir dieses Jahr noch Golfschuhe gekauft, aber die sind nicht überall Pflicht und sie müssen auch nicht teuer sein. Natürlich hängen die Ausgaben für dieses Hobby eng damit zusammen, wie häufig man auf den Golfplatz geht. Für diesen Sport werden zusätzlich noch Dinge benötigt wie Golfbälle (ab und zu verliert man doch mal ein paar), sog. "Tees", auf die man einen Ball beim ersten Schlag an einem Loch (am sog. "Abschlag") legen darf, ein "Pitchgabel", mit der man Löcher von aufs Grün aufkommende Bälle entfernt usw. Diese Dinge sind aber relativ preisgünstig zu erhalten. Ich habe mir vor mehrere Jahre 75 Bälle für 45,- Euro gekauft. Davon habe ich noch immer über 40 Stück.

Übrigens: es gibt eine tolle Alternative zu teuren Golfclubs. Ich bin seit 1,5 Jahren in den "Verein clubfreier Golfer" (VcG) eingetreten. Dieser Verein macht alles, was ein anderer Golfclub auch macht, nur dass er keinen eigenen Golfplatz besitzt. Dort zahle ich 220,- Euro im Jahr und darf seither auch auf allen Plätzen in Deutschland spielen. Der VcG ist besonders für die Menschen gedacht, die einfach mal in die Golfwelt einsteigen wollen, ohne sich finanziell gleich voll rein zu hängen. Ich habe das gemacht, weil ich auf meinem örtlichen (aber nicht "öffentlichen") Golfplatz bei Turnieren mitspielen will.


Grundlagen des Golfsports

Ein Golfplatz hat i.d.R. 18 Löcher. Es gibt drei unterschiedliche Kategorien von Loch: Par-3-Löcher, Par-4-Löcher und Par-5-Löcher. Die Par-3-Löcher sind die kurzen. Mit dem ersten Schlag ist es möglich, den Ball auf das "Grün" zu befördern, also in den Bereich, wo die Fahne im Loch steckt. Zum "Putten" auf dem Grün geht man immer von zwei "putts" aus. Macht hier also drei Schläge insesamt. Ein Grün der Par-4-Löcher ist erst mit dem zweiten Schlag und das der Par-5-Löcher mit dem dritten Schlag zu erreichen. Es ist allerdings zu sagen, dass bei dieser Rechnung von der Spielstärke eines Profi-Golfers ausgegangen wird. "Par" ist immer der Wertungsbezug. Braucht jemand bei einem Par-3-Loch 5 Schläge, dann sind das "2 über Par". Oder andersherum: jemand ist bei einem Par-5-Loch in 4 Schlägen drin, so spricht man von "1 unter Par". Wen's interessiert, hier noch ein paar typische Begriffe diesbezüglich: 3 unter Par = Albatros (kommt ganz selten vor; neulich hat ein deutscher Profigolfer den 2. Schlag an einem Par-5-Loch so weit geschlagen, dass er aufs Grün rollte und dann auch noch direkt ins Loch rutschte!); 2 unter Par: Eagle; 1 unter Par: Birdie; even Par: = Par; 1 über Par: Bogey; 2 über Par: Double Bogey; 3 über Par: Tripple Bogey. So nebenbei: bei der Platzerlaubnisprüfung auf dem Golfplatz muss man im Durchschnitt die Löcher mit einem Tripple Bogey meistern.

Damit kommen wir zum "Handicap". Das Handicap bezeichnet die jeweilige Spielstärke eines Spielers/einer Spielerin. Auch hier wird von "Par" ausgegangen. Ein Profi hat ein handicap von bspw. +2. D.h. er/sie spielt bei 18 Löchern z.B. 16 mal Par und 2 mal Birdie - also zwei Schläge besser/weniger als "Platzstandard" (= alle in Par). Die meisten GolfspielerInnen haben Minus-handicaps (wobei das Minus weder ausgesprochen noch geschrieben wird; das werden nur die +-handicaps): Mein Handicap liegt zur Zeit bei 29,5. Ich brauche im Durchschnitt also 29,5 Schläge mehr als der Platzstandard ist. Ganz konkret heißt das: Im Schnitt spiele ich bei 12 Löchern Double Bogeys (12x2 = 24 Schläge mehr) und bei 6 Löchern Bogeys (6x1 = 6 Schläge mehr). Macht insg. 30 Schläge mehr (also ca. 29,5). Das Handicap kann sich übrigens nur bei Turnieren (oder bei speziell genehmigten und kostenpflichtigen Privatrunden mit Aufsichtsperson) verändern. Übrigens: Das Handicap nach der Platzreife ist 54, denn 18 Löcher als Tripple Bogey im Schnitt gespielt sind 18x3 = 54.


Praktisches

Wie weit kann man einen Golfball schlagen?

Profis kommen da an die 300 Meter ran. Für Normalsterbliche sind 200 Meter viel. Diese Schläge werden mit dem sog. "Driver" geschlagen. Das ist der längste Schläger mit dem geringsten Neigungswinkel. Der Ball fliegt also nicht sehr hoch und rollt je nach Umständen noch ein weites Stück nach dem Landen.

Wie lange benötigt man für eine Runde Golf?

Alleine sind 9 Löcher in 1,5 Stunden gut zu schaffen. Maximal darf man als Gruppe (sog. "flight") zu viert gleichzeitig unterwegs sein. Hier ist dann schon von starken 2 Stunden auszugehen. Ein Tipp: Man muss nicht immer auf den Golfplatz gehen. Ich bin z.B. jedes zweite Mal nur 1-2 Stunden auf der driving range. Auch das macht Spaß. Hier werden die einzelnen Schläge geübt, ob "putten" (auf dem Grün), "chippen" (vom Vorgrün aus), "pitchen" (die ca. 20-60 Annäherungsschläge) oder die längeren Abschläge.

Ist Golfen nicht gefährlich?

Sagen wir so: nicht ganz ungefährlich. Wenn einen ein Ball trifft, dann kann das schon böse ins Auge gehen. Deshalb gibt es einen Verhaltenskodex, der einem bei den Regelabenden beigebracht wird, damit so wenig wie möglich Unfälle geschehen. Eines sollten übrigens alle wissen, auch nicht Golfspielende: Wenn Sie an einem Golfplatz spazieren gehen und plötzlich einen Schrei hören mit der Vokabel "FORE" (engl.), dann heißt das: In Deckung gehen und Hände über den Kopf halten. Dieser Ruf wird laut geschrieen, wenn jemand seinen Golfschlag "verzogen" hat und der fliegende Ball für Menschen gefährlich werden könnte.

Besonderes

Neben dem besonderen Reiz, den dieser Sport auf eine/n auszuüben vermag, finde ich folgende Vielseitigkeit genial: Ist mir nach totalem Entspannen und Ruhe, dann gehe ich alleine auf den Platz. Habe ich Lust auf Gesellschaft, dann verabrede ich mich mit jemanden oder finde vor Ort spontan eine oder mehrere Personen, die mit mir zusammen auf die Runde gehen. Genial dabei ist: alle Altersklassen sind vertreten. Es ist das normalste der Welt mit einem Jugendlichen oder einem Halbgreis zu spielen. In den USA habe ich mal mit zwei älteren Männern gespielt. Der eine war 86, der andere erzählte mir stolz, er habe vor 31 Jahren im Lebensalter von 60 Jahren mit diesem Sport begonnen. So nebenbei: diese beiden Männer haben mir ein paar wichtige Dinge mit auf meinen Lebensweg gegeben.


weitere Internetseiten

www.golf.de
Golf.de - Golfführer (Golfplätze)

www.vcg.de
VCG Spielmoeglichkeiten (nur öffentliche Golfplätze)








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